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Denkmalschutz

Der Clara-Zetkin-Park ist Kulturdenkmal und Teil des Landschaftsschutzgebiets Leipziger Auwald. Damit schützt die Stadt dieses Naturschutzgebiet nachhaltig gegen Einflüsse, die den Naturhaushalt schädigen, das Landschaftsbild beeinträchtigen und den Naturgenuss der Bürger negativ beeinflussen. Denkmalschutz wird in Leipzig sehr groß geschrieben. Das Ergebnis: Leipzig hat deutschlandweit die drittgrünste Stadt. Der Auwald ist Europas größtes innerstädtisches Waldgebiet entlang der Flüsse Elster, Pleiße und Luppe. Mit den vielen Parkflächen um den Clara-Zetkin-Park herum erstreckt sich auf ca. 1.800 ha Fläche zentrumsnah ein ausgedehntes Ökosystem. Das Naherholungsgebiet beheimatet mehr als 20 Baumarten, 400 verschiedene Insekten und 110 Vogelarten. Die Parkbühne, das Glashaus, die Pferdrennbahn und der Musikpavillon stehen ebenfalls unter Denkmalschutz sowie alle vorhandenen Bauten und Skulpturen.

 

Musikpavillon - Ein Kulturdenkmal

Die Idee von Bürgern für die Errichtung eines Musikpavillons im ehemaligen König-Albert-Park gehen auf das Jahr 1908 zurück. Der Vorschlag zur Gestaltung erschien in der Ausgabe Nr. 11 der Zeitschrift der Mittelstandsvereinigung im Königreich Sachsen. Unter Leitung des Stadtbaurates Otto W. Scharenberg erhielt der Pavillon einen 8­eckigen Grundriss mit einer Länge von 10 m, einer Tiefe von 6,40 m und einer Höhe von 9,70 m. Der Bau wurde aus Mitteln der Oskar-Meyer-Stiftung, der Grossmann-Stiftung und der Stadt Leipzig finanziert. Nach viermonatiger Bauzeit wurde der Pavillon am 12. September 1912 den Leipziger Bürgern übergeben. Über 100 Jahre lang schreibt der Musikpavillon als Kulturdenkmal seine Geschichte. Entscheidenden Anteil daran haben vor allem engagierte Bürger und Verantwortliche der Stadt Leipzig.

 

Seitdem bringen traditionelle Platzmusiken alten Glanz zurück in den Clara-Zetkin-Park. Zum 100-jährigen Jubiläum des Pavillons konnte die aufwendige denkmalgerechte Sanierung des Musikpavillons nahezu abgeschlossen, ein Gastronomiebetrieb erfolgreich etabliert und ein vielfältiges Kuturangebot realisiert werden, ohne Eintrittspreise zu erheben.


WEB www.musikpavillon-leipzig.de

Franz-Schubert-Stele

Auf Initiative durch den Leipziger Männerchor (1891) und durch Spenden der Leipziger Bürger wurde 1929 zu Ehren des österreichischen Komponisten Franz Schubert anlässlich seines 100. Todestages ein Gedenkstein im Clara-Zetkin-Park ermöglicht. Die Inschrift auf der Rückseite lautet: „DEM GENIUS FRANZ SCHUBERTS GEWEIHT, AUF ANREGUNG DES LEIPZIGER MÄNNERCHORS I. J. 1929.“ Die Stele ist von der Anton-Bruckner-Allee aus auf der „kleinen Warze“ sichtbar und ist ein Teil des Notenrades der Notenspur-Initiative. Zum Ehrenausschuss für das Denkmal gehörten u. a.  der damalige Gewandhauskapellmeister Wilhelm Furtwängler und Thomaskantor Karl Straube. Der Entwurf für das 3,8 m hohe Denkmal stammt von der in Leipzig ansässigen Bildhauerin und Malerin Margarete Tschaplowitz-Seifert (1889-1977). Die hohe, schlanke Stele besteht aus drei übereinander gesetzten Granitsteinblöcken, deren Querschnitt ein gleichschenkliges Dreieck bildet.

 

Der Komponist zählt heute zu den größten Komponisten seiner Zeit, jedoch fand diese Ehrung erst Jahre nach seinem Tod statt. Zu verdanken hat der Komponist die späte Anerkennung unter anderem durch den Kapellmeister des Gewandhauses Felix Mendelssohn-Bartholdy (1835-1847), der 1839 die „große“ C-Dur Sinfonie im Leipziger Gewandhaus zur Uraufführung brachte.

 

WEB www.notenspur-leipzig.de/Notenrad_Franz-Schubert-Stele

Gerhards Pavillon

Nur wenige Leipziger Bauten der bürgerlichen Gartenkultur aus dem Klassizismus (1770-1840) blieben erhalten. Der romantische Pavillon aus Gerhards Garten konnte 1908 in den heutigen Clara-Zetkin-Park zwischen Sachsenbrücke und Klingerbrücke in der Nähe des Karl-Heine-Denkmals gerettet werden.  Mit Mitteln des Freistaates Sachsen, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Stadt Leipzig wurde der romantische Pavillon restauriert und 2011 den Bürgern im Clara-Zetkin-Park wieder übergeben. Der Gerhardsche Pavillon erhielt seinen Namen von dessen letzten Besitzer und zählt zu den wenigen noch erhaltenen Bauwerken aus dem 18. Jahrhundert.

 

Die Stützen, Schwellen und die Dachkonstruktion wurden ausgebessert und teilweise ausgetauscht. Das Dach wurde neu mit Kupfer eingedeckt und die Farbgestaltung des Pavillons sowie der Decke nach denkmalpflegerischem Befund erneuert. Wilhelm Gerhard gehörte zu jener Zeit dem Herzoglich Meiningische Legationsrats an, war Kaufmann, Dichter und Naturwissenschaftler.